Wissenswertes über das Naturprodukt Holz

An dieser Stelle möchten wir Ihnen interessante Artikel anbieten: Was man über das Naturprodukt Holz wissen sollte!

Warum wächst ein Baum?

BucheHolz ist nicht vergleichbar mit Stein, Metall oder Kunststoff. Bäume sind Lebewesen mit Zellkern, Zellen, Chromosomen und unterliegen einem Evolutionsprozess. Die Wachstumsprozesse sind hoch kompliziert. Durch Wachstumshormone in den Knospen werden Zellen zur Teilung und Vergrößerung angeregt – eingelagerte Stärke wird verbraucht und Energie wird frei gesetzt. In den Zellen herrscht ein Höchstmass an chemischer Aktivität – Atmung, Photosynthese, Proteinbildung und Zellwandaufbau. Wir sehen im Frühjahr nur die äußere Auswirkung – aufbrechende Knospen, Blätter, Astwachstum und das alles angepasst ans Klima. Ein Baum mit einem Durchmesser von 50 cm ist im Mittel 100 Jahre alt.

Die Anatomie des Holzes dargestellt an Hand einer Baumscheibe

Von außen beginnt die schützende Rinde – dann kommt der zuckerführende Bast. Der Zucker ist ein Assimilationsprodukt der Blätter und wird im Bast von oben nach unten transportiert. Im unteren Stammbereich wird der Zucker durch die Markstrahlen radial in den Stamm verfrachtet und in Speicherzellen in Stärke umgewandelt und eingelagert – der Baum hat also - ähnlich wie wir auch, eine Fettschicht von der er zehren kann. Zwischen Bast und Holz liegt das Kambium, der wichtigste Teil des Baumes – eine dünne Schicht, mit sich lebhaft teilenden Zellen – hier wächst der Baum. Wenn dieses Kambium zerstört wird, z.B. durch Abschälen der Rinde durch Tiere, dann stirbt der Baum. Schon bald nachdem eine Zelle vom Kambium abgeschieden wurde, beginnt sie sich chemisch zu verändern und zu verkrusten Lignin dringt durch die Zellwände, die Zelle verholzt und ihr Leben ist damit beendet. Zwischen den toten Zellen schieben sich immer wieder lebende und am Stoffwechsel beteiligte Zellen. Nach innen werden Holzzellen erzeugt, nach außen Bastzellen, dann kommt der Holzkörper, der für uns den Wert des Holzes darstellt. Im äußeren Bereich, bei manchen Hölzern Splint, findet der Wassertransport statt. Ein Baum braucht große Mengen Wasser und Salze, welche durch die Wurzeln aufgenommen, über die Kapillarwirkung nach oben transportiert und zu den Blättern geleitet wird. Über die Blätter kann ein Laubbaum an heißen Sommertagen bis zu 300 ltr. Wasser verdunsten. Er nimmt Wasser und Kohlendioxid aus der Luft auf und verwandelt diese mit Hilfe der Sonne in bis zu 12 KG Zucker. Zusätzlich nimmt der Baum noch 8 KG Kohlendioxyd von ca. 8 Familienhäuser auf und produziert dabei auch noch Sauerstoff für 10 bis 20 Menschen. Wir hängen sehr voneinander ab und es ist gut, dass die Bäume nicht so sorglos mit uns umgehen wie wir oft mit ihnen.

Bäume bedeuten Leben

Ohne Bäume gäbe es keinen Sauerstoff - kein Leben auf der Erde. Holz fördert die:

  • Wasser, bzw. Feuchte-Konservierung
  • Bodenkonsistenz (Erosion)
  • klimabildenden Einflußgrößen
  • Landschaftskultur

Holz ist einer der wenigen reproduzierbaren Rohstoffe. Holz ist ein ständiger Begleiter der Erde – man vermutet, dass die ersten Nadelhölzer vor 300 Mio. Jahren und die ersten Palmen vor ca. 250 Mio. Jahren „geboren“ wurden. Der älteste, bekannte Baum steht in den White Mountains in Kalifornien. Es ist eine „Borstzapfenföhre“ mit 4.600 Jahrringen – sie wurde mit dem Pyramidenbau in Ägypten geboren. Der älteste bekannte Baum in Europa ist eine 1.000 jährige Eibe im Schweizer Jura. Nutzbäume werden heute im Alter zwischen 50 – 150 Jahre eingeschlagen.

Zum Beispiel die Buche
  • Außergewöhnlich ist die für Buchen untypische Halbkugelform
  • Ihr Alter wird auf 500-800 Jahre geschätzt
  • Die Höhe beträgt ca. 22 m
  • Der Stammumfang mißt 9 m
  • Die Krone hat einen Durchmesser von über 30 m, einen Umfang von ca. 100 m
  • Die überdeckte Fläche beträgt ca. 750 m². Ihr Rauminhalt beträgt mehr als 5.000 m³
  • Der Baum verdunstet an Sommertagen bis zu 500 l Wasser und nimmt 6 kg Kohlendioxid pro Tag auf
Holz als Welt-Wirtschaftfaktor

1664 hat der Engländer John Evelyn zum ersten Mal eine Schrift verfasst mit dem Titel: „Erzeugung von Nutzholz“. 200 Jahre später hat man erkannt, dass sich der bis dahin praktizierte Raubbau negativ auf die Umwelt auswirken wird. Heute wird versucht, mit umfangreichen Aufforstungsprogrammen in China, Russland und USA, den Waldbestand zu erhalten bzw. zu erhöhen. Holz ist einer der wenigen reproduzierbaren Rohstoffe. Auf der Welt werden mehr Tonnen Holz verarbeitet als Stahl und Kunststoff. 1/3 aller Wälder der Welt bestehen aus Nadelhölzer und 2/3 aus Laubhölzer. Ca. 30% der Weltfläche sind Wald – davon werden 40% genutzt. 10% werden nachhaltig genutzt, d.h. was eingeschlagen wird, wird aufgeforstet. 50% des Nutzholzes werden in Sägewerken und 50% in der Zellstoff-, Papier und Spanplattenindustrie verarbeitet. Der Verbrauch in Europa liegt bei ca. 1 m³ Holz pro Kopf und Jahr. In den Entwicklungsländern werden lediglich 10% des eingeschlagenen Holzes genutzt – der Rest, nämlich 90% ist Brennholz!.

Wirtschaftsfaktor Holz in Deutschland

Besonders nachhaltig wird die Forstwirtschaft in Deutschland betrieben. Pro Jahr werden 30 Mio. FM eingeschlagen und ca. 36 Mio. FM wachsen nach. Holz muss sinnvoll und umweltbewusst genutzt werden. Dies gilt nicht nur bei der Verarbeitung, sondern auch bei der Entsorgung. so werden im Hause Deelmann alle Holzabfälle in technische Wärme, zum Heizen der Räumlichkeiten und zur Lacktrocknung, eingesetzt. Deelmann-Produkte sind ausschließlich aus Massivholz - der Wert dieser Produkte zeigt eher eine steigende, als eine fallende Tendenz und wird eines Tages eher als Antiquität gehandelt, als auf der Müllhalde zu landen.

Baumbilanz im Hause Deelmann

Buche

Holz lebt und bewegt sich. Holz ist ein lebender Werkstoff, je nach Luftfeuchte und Klima passt sich Holz seiner Umgebung an – man sagt auch „HOLZ ARBEITET!“.

Baumringe

Holz arbeitet

… und das kann mit einem Tisch passieren wenn sich die Luftfeuchte ändert.
… und so verziehen sich Bretter oder Kanteln beim Trocknen, je nach dem wo sie aus dem Holzstamm geschnitten werden.

Baumringe

… und so verändert sich die Struktur der Bretter, je nach dem wo man sie aus dem Stamm schneidet.

Baumringe

… und so verleimt man Tischplatten.

Holz is beautyful!

Massivholzmöbel sind einzigartig – so wie sich Menschen in ihrem Aussehen unterscheiden, so gehört es zu den Schönheitswerten von Massivholz, dass jedes Möbelstück in Struktur und Farbe anders aussieht – also ein absolutes Unikat. Leider hatten wir in Deutschland In den letzten Dekaden eine konträre Entwicklung - der Endverbraucher wollte das Naturprodukt „Massivholzmöbel“, aber bitte mit einheitlicher Struktur und Farbe. Die Anforderungen an die Holzauswahl wurde damit immer schwieriger und der Verschnitt stieg auf ein schier unerträgliches Maß. Auf Grund eines neuen Umweltdenkens konnte dieser Trend glücklicherweise gestoppt werden. Die Vernunft scheint als Sieger aus dieser Diskussion hervor gegangen zu sein, und man scheint sich wieder auf das Natürliche und Schöne zu besinnen. Kleine Farbunterschiede, Äste und kleine Haarrisse werden zwischenzeitlich akzeptiert und helfen der optimalen und ökologischen Holzausnutzung. Holz ist ein lebender Werkstoff, je nach Luftfeuchte und Klima passt sich Holz seiner Umgebung an – man sagt auch „HOLZ ARBEITET!“

… und das ist der Grund dafür, dass wir bei Deelmann Holz schätzen und lieben gelernt haben – wir leben das, was wir fühlen – nämlich Möbel zu bauen, an denen sich unsere Kinder und Kindeskinder noch erfreuen können!
IHR DEELMANN TEAM

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